Banneraktion zu Moria

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch brannte das Flüchtlingslager nahe Moria auf Lesbos fast restlos nieder. 13’000 Menschen verloren ihre Unterkunft und leben aktuell auf der Strasse. Die Griechische Regierung sendete Bereitschaftspolizisten auf die Insel Lesbos um die „Situation unter Kontrolle zu behalten“. Die Polizei verhindert derzeit medizinische Versorgung und Lebensmittellieferungen der NGO’s vor Ort. Zudem setzt sie Tränengas gegen demonstrierende ein, welche keine Perspektiven in ihren Leben mehr sehen und sich gegen den Umgang der Regierung wehren.

Das alles nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass mehr als 30 Personen im Lager positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Griechische Regierung setzte darufhin das gesamte Lager unter Quarantäne und begann mit dem Bau eines Stacheldrahtzauns um das Lager in Moria. Massnahmen gegen das Coronavirus waren im Lager jedoch nicht umsetzbar. Wasser war nur an wenigen Stunden am Tag verfügbar. Social Distancing ist in einem Lager mit mehr als 13’000 Menschen ebenfalls nicht möglich.

Europa und seine Staaten verweigern jedoch praktisch jegliche Aufnahme von geflüchteten Menschen. Politiker*innen profilieren sich damit, einzelne Flüchtende aufzunehmen – das genügt jedoch nicht. Mit den Lagern müssen auch die Grenzen fallen, diese sind entscheidend für die Abschottungspolitik der Schweiz und der Festung Europa!

Wir fordern die sofortige Evakuierung aller Geflüchteten Personen auf Lesbos und sonstwo! Grenzen müssen überwunden werden und das Bleiberecht für alle Personen erteilt werden!

Solidarität mit allen Angeklagten im Basel Nazifrei-Prozess!

Am 24.11.2018 demonstrierten tausende Antifaschist*innen gegen den Naziaufmarsch der PNOS. Die Polizei griff daraufhin die Demonstration mit Gummischrot und Tränengas an. In den Wochen und Monaten nach der Demo wurden mehrere Wohnungen durchsucht und Personen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hat bis heute über 60 Verfahren eröffnet. Die ersten Angeklagten wurden bereits verurteilt. So zum Beispiel ein junger Antifaschist, welcher zu 7 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wurde. Grund dafür war lediglich die Teilnahme an der unbewilligten Demonstration.

Wir solidarisieren uns mit allen Angeklagten welche im Zusammenhang mit der Basel Nazifrei-Demo angeklagt wurden!

Antifaschismus ist kein Verbrechen!
Kein Fussbreit dem Faschismus!

Es folgen nun Prozesse, bei denen auch vors Strafgericht mobilisiert wird. Die Infos findet ihr auf dem Flyer unten und auf https://twitter.com/basel_nazifrei.

Soli-Spray für Rojava

Die Corona-Krise trifft auch die Region Rojava. Grössere Fallzahlen sind zwar nicht bekannt, jedoch ist die Situation doppelt angespannt. Es herscht grosse Angst und Verunsicherung. Die Trinkwasser-Strukturen sind beschädigt und die Sicherstellung der humanitären Hilfe ist in Gefahr. Auch werden verschärft viele Kurd*innen in der Türkei unterdrückt.
Wir solidarisieren uns mit allen Kurd*innen und der Bevölkerung Rojavas✊

Heraus zum revolutionären 1. Mai!

Die Krise ist der Kapitalismus! Zukunft erkämpfen!

Trotz – und gerade wegen – der aktuellen Situation, wollen wir den 1.Mai als Tag nutzen, um Kämpfe zusammenzuführen und eine radikale Perspektive sichtbar zu machen. Mit der aktuellen globalen Krise ist das umso wichtiger! Natürlich aber braucht es eine angepasste Form!

Wir rufen dazu auf uns um 14 Uhr die Klybeckstrasse für unsere politischen Botschaften zu nehmen. Kommt in Kleingruppen in die Strasse, bringt eure eigenen Transparente mit, werdet aktiv. Nehmt Masken mit und haltet den nötigen Abstand.

Die Klybeckstrasse soll am 1. Mai ab 14 Uhr der Ort sein, an dem wir kollektiv unseren Widerstand ausdrücken!

Der ganze Aufruf:
https://barrikade.info/article/3398

Haltet euch informiert auf: https://www.facebook.com/rev1MaiBasel/

Jetzt mehr denn je: Gegen die Abschottung Europas!

In der Nacht vom Freitag, 27.3, auf den Samstag haben wir am Bahnhof Liestal ein Transpi aufgehängt, um auf die unmenschliche Situation an den Aussengrenzen Europas aufmerksam zu machen.

Eine Stadt in Europa in Zeiten der Corona-Gefahr: Der für ursprünglich 3 000 Menschen konzipierte Lebensraum ist in den vergangenen Jahren im Zuge der Flüchtlingskrise auf 20 000 Bewohner*innen angewachsen. Es wurden aber weder neuer Wohnraum geschaffen, noch die Infrastruktur erweitert. Die meisten Menschen leben in Zelten. Die Corona-Krise verschärft die unerträglichen Zustände. Die Behörden haben den Ort weitgehend von der Aussenwelt abgeriegelt, nur noch wenige dürfen raus. Die Wasserversorgung ist eingestellt, Händewaschen oder Duschen sind nicht mehr möglich. Die Trinkwasserversorgung ist auf ein Minimum beschränkt, die Lebensmittelversorgung auf 1000 Kalorien pro Mensch und Tag rationiert. Strom gibt es keinen, eine Müllentsorgungen ebenfalls nicht. Die medizinische Versorgung spottet jeglichen fachlichen Mindeststandards. Für 20 000 Menschen sind ein Arzt und drei Pflegefachpersonen vor Ort. Es gibt kaum Medikamente, ebenso kaum Atemschutzmasken, Schutzkleidung oder Beatmungsgeräte. Die ersten Corona-Infektionen sind bestätigt.

Was wie das Erzählgerüst eines dystopischen Romans klingt, ist brutale Realität. Im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos droht bei Ausbreitung von Covid-19 eine humanitäre Katastrophe. Eine in Kauf genommene Katastrophe. Und wir sind Teil dieser Katastrophe. Alles, was in Moria geschieht, geschieht mit dem Willen und der Zustimmung der Schweiz. Ebenso die illegalen Push-Backs an der türkisch-griechischen Grenze unter Einsatz von Tränengas, Gummigeschossen und scharfer Munition. Ebenso das Sterben im Mittelmeer und die Militarisierung der Festung Europa. Im Bewusstsein unserer Mitverantwortung ist das Klatschen auf den Balkonen für unsere eigene Gesundheitsversorgung sarkastisch, der Appell des Bundesrats an unsere Solidarität in Zeiten der Corona-Krise zynisch.

Wir wehren uns dagegen, dass die Katastrophen an den europäischen Aussengrenzen aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden. Wir fordern eine sofortige Evakuierung aller Flüchtlingslager an den europäischen Grenzen und in der Schweiz. Wir fordern die sofortige Aufnahme der grösstmöglichen Anzahl von Geflüchteten. Wir stehen ein für eine umfassende, grenzenlose Solidarität.

Jugend gegen Unterdrückung Liestal

#RiseAgainstBorders

 

Transpiaktion gegen das WEF

Am 20.1.2020 um etwa 16:30 haben wir das Transpi mit der Aufschrift „NO WEF“ an einer Autobahnbrücke in Liestal aufgehängt.

Wie erwartet ging es weniger als 10 Minuten, bis die Bullen da waren, die das Transparent entfernten. Dieser Staat duldet keine Form des Widerstandes. Doch wir wollen kein WEF! Wir wollen kein Treffen von Kapitalist*innen und Vertreter*innen von unterdrückerischen und faschistischen Regimes, die angeblich über Lösungen von Problemen, die sie selbst verursacht haben, diskutieren. Viele Besucher des WEFs profitieren von diesen Problemen. Lasst uns deshalb gemeinsam für eine bessere, friedlichere und solidarischere Welt kämpfen!

ONE SOLUTION – REVOLUTION!
Video: https://streamable.com/iy8fx

Gegen jegliche Unterdrückung und Diskriminierung.